ACSM Fitnesstrends 2027: Das sind die Top 3
Das American College of Sports Medicine (ACSM) untersucht jährlich, welche Entwicklungen die Fitness- und Gesundheitsbranche prägen. Die Ergebnisse liefern wichtige Orientierung für Fitnessstudios, Trainer und Fachkräfte der Branche.
Im weltweiten Ranking für 2027 stehen drei Trends besonders im Fokus:
1. Wearable Technology (Platz 1): Smartwatches, Fitness-Tracker und weitere tragbare Technologien ermöglichen die Erfassung von Aktivitäts-, Fitness- und Gesundheitsdaten.
2. Mobile Exercise Apps (Platz 2): Digitale Trainingsangebote und Fitness-Apps ermöglichen ein zeitlich und örtlich flexibles Training.
3. Balance, Flow and Core Strength (Platz 3): Yoga, Pilates, Barre und mobilitätsorientiertes Training fördern unter anderem Gleichgewicht, Beweglichkeit, Kraftausdauer und Koordination.
Während digitale Technologien weiterhin die ersten beiden Plätze belegen, zeigt der dritte Platz, dass auch klassische bewegungsorientierte Trainingskonzepte eine wichtige Rolle in der Fitnessbranche spielen.
Yoga und Pilates: Warum die Trainingsformen im Trend liegen
Der ACSM-Trend „Balance, Flow and Core Strength“ verbessert sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze. Im Mittelpunkt stehen Trainingsmethoden, die nicht ausschließlich auf Kraft oder Ausdauer abzielen, sondern verschiedene körperliche Fähigkeiten miteinander verbinden.
Dazu gehören insbesondere:
- Gleichgewicht und Stabilität: Übungen zur Verbesserung der Körperkontrolle und zur Förderung stabiler Bewegungsabläufe.
- Beweglichkeit: Gezielte Bewegungen und Positionen zur Verbesserung der Mobilität und Flexibilität.
- Kraftausdauer: Übungen, bei denen die Muskulatur über längere Zeit kontrolliert beansprucht wird.
- Koordination: Das Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen und die bewusste Steuerung von Bewegungen.
Yoga und Pilates setzen unterschiedliche Schwerpunkte, weisen aber in diesen Bereichen Gemeinsamkeiten auf. Beide Trainingsformen lassen sich an unterschiedliche Leistungsniveaus anpassen und bieten vielseitige Einsatzmöglichkeiten im Fitness- und Gesundheitstraining.
Yoga: Beweglichkeit, Körperwahrnehmung und bewusste Atmung
Yoga verbindet Körperhaltungen, Bewegungsabläufe und Atemtechniken. Je nach Yogastil können dabei unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden – beispielsweise auf Beweglichkeit, Kraft, Gleichgewicht oder Entspannung.
Im Fitness- und Gesundheitsbereich bietet Yoga vielseitige Möglichkeiten, um das bestehende Kursangebot zu ergänzen. Unterschiedliche Übungsvarianten ermöglichen es, sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene anzusprechen.
Für Trainerinnen und Trainer sind dabei fundierte Kenntnisse über die korrekte Übungsausführung, den Stundenaufbau und die Anpassung an individuelle Voraussetzungen entscheidend.
Yoga professionell anleiten: Mit einer entsprechenden Qualifikation können Trainer ihre fachlichen Kompetenzen erweitern und Yogastunden zielgruppengerecht gestalten.
Pilates: Die Körpermitte gezielt kräftigen
Pilates ist ein systematisches Ganzkörpertraining, bei dem die kontrollierte Bewegungsausführung und die Stabilisierung der Körpermitte im Vordergrund stehen.
Charakteristisch sind präzise ausgeführte Übungen, die Atmung und Bewegung miteinander verbinden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Aktivierung und Kräftigung der Rumpfmuskulatur.
Pilates kann dazu beitragen, die Körperkontrolle, Kraftausdauer und Beweglichkeit zu verbessern. Durch verschiedene Schwierigkeitsgrade und Übungsvarianten lässt sich das Training an unterschiedliche Zielgruppen anpassen.
Für Fitnessstudios und Gesundheitseinrichtungen bietet Pilates damit eine Möglichkeit, das Kursangebot um ein strukturiertes, vielseitiges Trainingskonzept zu erweitern.
Pilates professionell unterrichten: Eine fundierte Weiterbildung vermittelt die notwendigen Kenntnisse, um Pilatesübungen fachgerecht anzuleiten, Stunden sinnvoll aufzubauen und Teilnehmende individuell zu betreuen.
Was bedeutet der Fitnesstrend für Trainer und Fitnessstudios?
Die ACSM-Ergebnisse zeigen, dass Balance-, Flow- und Core-orientierte Trainingsformen eine hohe Bedeutung besitzen.
Für Fitnessstudios und Trainer ergeben sich daraus interessante Ansatzpunkte. Yoga- und Pilateskurse können bestehende Trainingsangebote ergänzen und unterschiedliche Bedürfnisse der Mitglieder ansprechen.
Dabei kommt es nicht allein darauf an, einen aktuellen Trend aufzugreifen. Entscheidend ist vielmehr, die Trainingsinhalte fachlich fundiert zu vermitteln und auf die Voraussetzungen der Teilnehmenden abzustimmen.
Mit einer Weiterbildung in Yoga oder Pilates neue berufliche Möglichkeiten erschließen
Wer Yoga- oder Pilateskurse professionell anbieten möchte, benötigt neben praktischer Erfahrung auch fundiertes Fachwissen. Dazu zählen unter anderem Kenntnisse der funktionellen Anatomie, Trainingsmethodik, Übungsausführung und Kursgestaltung.
Die BSA-Akademie bietet entsprechende Qualifizierungsmöglichkeiten für Trainerinnen und Trainer, die ihre Kompetenzen im Bereich des gesundheitsorientierten Gruppentrainings erweitern möchten.
Lehrgangspaket "Kräftigung und Balance"


