Das erwartet dich in diesem Artikel:
- Trainingswissenschaft im dualen Studium Bachelor Fitnessökonomie an der DHfPG
- Inhalte der vier Module: Kraft-, Ausdauer-, Beweglichkeits-, Koordinations- und rehabilitatives Training
- Wissenschaftliche Grundlagen kombiniert mit direkter Praxiserfahrung im Ausbildungsbetrieb
- Berufliche Perspektiven in Fitnessstudios, Gesundheitszentren und Rehaeinrichtungen
- Karrierechancen durch die Verbindung von Trainingswissenschaft und betriebswirtschaftlichem Know-how
Der duale Studiengang Bachelor of Arts Fitnessökonomie der DHfPG qualifiziert Studierende zur betriebswirtschaftlichen Führung von Fitness- und Gesundheitsunternehmen sowie zur fachlichen Leitung des Trainingsbereiches. Durch die Kombination aus wissenschaftlich fundierten Studieninhalten und direkter praktischer Tätigkeit im Ausbildungsbetrieb erwerben Studierende umfassende Kompetenzen für die Fitness- und Gesundheitsbranche.
Der Studiengang setzt sich aus verschiedenen Fachbereichen zusammen: Rund 40 % entfallen auf wirtschaftswissenschaftliche Inhalte, 30 % auf Trainingswissenschaften, 20 % auf Naturwissenschaften und 10 % auf Gesundheitswissenschaften. Damit bilden die Trainingswissenschaften den zweitgrößten Bestandteil des Studiums und nehmen eine zentrale Rolle in der Qualifikation zukünftiger Fach- und Führungskräfte ein.
Im Mittelpunkt stehen dabei vier aufeinander aufbauende Module der Trainingslehre:
· Trainingslehre I – Allgemeine Trainingslehre und Krafttraining
· Trainingslehre II – Ausdauertraining
· Trainingslehre III – Beweglichkeits- und Koordinationstraining
· Trainingslehre IV – Rehabilitatives Training
Diese Module vermitteln nicht nur theoretisches Wissen, sondern vor allem praxisrelevante Kompetenzen, die direkt im beruflichen Alltag angewendet werden können.
Trainingslehre I – Allgemeine Trainingslehre und Krafttraining
Das erste Modul der Trainingswissenschaft vermittelt die grundlegenden Prinzipien moderner Trainingssteuerung im Krafttraining. Studierende lernen, wie Trainingsprozesse systematisch geplant, durchgeführt und evaluiert werden.
Ein zentraler Bestandteil ist die Anwendung des sogenannten Stufenmodells der Trainingssteuerung. Dieses ermöglicht es, individuelle Trainingsprogramme zielgerichtet aufzubauen und an die Voraussetzungen der jeweiligen Kunden anzupassen. Darüber hinaus erwerben die Studierenden Kompetenzen in der Krafttestung, um Leistungsstände zu analysieren und geeignete Belastungsintensitäten abzuleiten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Trainingsplanung. Die Studierenden entwickeln periodisierte Trainingspläne für unterschiedliche Zielgruppen – vom gesundheitsorientierten Einsteiger bis hin zum leistungsorientierten Trainierenden. Gleichzeitig lernen sie, Kraftübungen funktionell-anatomisch und biomechanisch zu analysieren sowie Bewegungsabläufe didaktisch sinnvoll zu vermitteln.
Besonders relevant ist dabei die Fähigkeit, Fehler in der Bewegungsausführung zu erkennen und zu korrigieren. Dadurch leisten Absolventinnen und Absolventen einen wichtigen Beitrag zu einem sicheren und wirksamen Training.
Trainingslehre II – Ausdauertraining
Im zweiten Modul stehen die wissenschaftlichen Grundlagen des Ausdauertrainings im Fokus. Die Studierenden beschäftigen sich mit verschiedenen Trainingsmethoden, Belastungssteuerungen und Verfahren der Leistungsdiagnostik.
Dabei lernen sie, geeignete Testverfahren auszuwählen und auszuwerten, um die Ausdauerleistungsfähigkeit ihrer Kunden objektiv zu beurteilen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen entwickeln sie individuelle Trainingskonzepte und definieren gemeinsam mit den Kunden realistische und messbare Ziele.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erstellung langfristiger Trainingspläne. Studierende lernen, unterschiedliche Trainingsbereiche gezielt einzusetzen und Trainingsreize an Gesundheits- und Leistungsniveau anzupassen.
Durch die Verbindung aus Theorie und Praxis erwerben die Studierenden die Fähigkeit, Ausdauerprogramme professionell zu planen, umzusetzen und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit zu evaluieren.
Trainingslehre III – Beweglichkeits- und Koordinationstraining
Das dritte Modul erweitert die trainingswissenschaftlichen Kompetenzen um die Bereiche Beweglichkeit und Koordination. Beide Fähigkeiten spielen sowohl im gesundheitsorientierten Training als auch im leistungsorientierten Sport eine entscheidende Rolle.
Die Studierenden lernen, Beweglichkeits- und Koordinationsdefizite zu erkennen und geeignete Trainingsinterventionen abzuleiten. Dabei kommen unterschiedliche Testverfahren zum Einsatz, mit denen individuelle Leistungsstände dokumentiert und bewertet werden können.
Darüber hinaus erwerben die Studierenden umfassende Kompetenzen in der Planung und Durchführung koordinativer und beweglichkeitsfördernder Trainingsprogramme. Übungen werden unter funktionell-anatomischen und biomechanischen Gesichtspunkten analysiert und zielgruppenspezifisch ausgewählt.
Durch die didaktisch-methodische Vermittlung lernen Studierende außerdem, Bewegungsabläufe verständlich anzuleiten und technische Fertigkeiten effizient zu schulen.
Trainingslehre IV – Rehabilitatives Training
Das vierte Modul fokussiert sich auf das rehabilitative Training bei orthopädischen Beschwerden und Verletzungen des Bewegungssystems. Hier erwerben die Studierenden wichtige Kenntnisse über Pathophysiologie, Diagnostik und therapeutische Ansätze zentraler orthopädischer Erkrankungen.
Im Mittelpunkt steht die Planung rehabilitativer Trainingsmaßnahmen nach Abschluss medizinischer Behandlungen. Die Studierenden lernen, funktionelle Defizite zu analysieren und geeignete Trainingsmethoden für den muskulären Aufbau sowie die Wiederherstellung der Belastbarkeit einzusetzen.
Besondere Bedeutung kommt dabei der Auswahl indizierter beziehungsweise kontraindizierter Übungen zu. Dadurch können Trainingsprogramme sicher und individuell gestaltet werden.
Mit diesem Modul qualifizieren sich die Studierenden insbesondere für gesundheitsorientierte Tätigkeitsfelder an der Schnittstelle zwischen Fitness, Prävention und Rehabilitation.
Praxisbezug & Nutzen der Trainingswissenschaften
Ein wesentlicher Vorteil des dualen Studiums liegt in der direkten Verzahnung von Theorie und Praxis. Die vermittelten Inhalte können unmittelbar im Ausbildungsbetrieb angewendet werden – beispielsweise in Fitnessstudios, Gesundheitszentren, Rehaeinrichtungen oder Personal-Training-Konzepten.
Die Studierenden arbeiten bereits während des Studiums mit unterschiedlichen Zielgruppen:
- gesundheitsorientierte Freizeitsportler
- leistungsorientierte Kunden
- ältere Menschen
- Personen mit orthopädischen Einschränkungen
- Einsteiger im Fitness- und Gesundheitstraining
Dadurch entwickeln sie frühzeitig praxisrelevante Handlungskompetenzen und sammeln wertvolle Berufserfahrung.
Die trainingswissenschaftlichen Inhalte schaffen außerdem die Grundlage für evidenzbasiertes Arbeiten. Studierende lernen, Fachliteratur zu analysieren und wissenschaftliche Erkenntnisse in die praktische Trainingsplanung zu integrieren. Dadurch gewinnen Qualitätssicherung und professionelle Betreuung zunehmend an Bedeutung.
Dual studieren - Berufliche Chancen & Weiterbildung
Die Fitness- und Gesundheitsbranche entwickelt sich seit Jahren dynamisch. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach qualifizierten Fach- und Führungskräften mit trainingswissenschaftlichem und betriebswirtschaftlichem Know-how.
Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs können unter anderem in folgenden Bereichen tätig werden:
- Fitness- und Gesundheitsstudios
- Reha- und Präventionseinrichtungen
- EMS- und Functional-Training-Studios
- Gesundheitszentren
- Krankenkassen
- Sport- und Gesundheitsdienstleister
- Beratung und Vertrieb in der Fitnessbranche
- Selbstständigkeit als Personal Trainer oder Consultant
Durch die Verbindung von Management- und Trainingskompetenzen eröffnen sich zudem Perspektiven in leitenden Positionen, beispielsweise im Studio- oder Regionalmanagement.
Ein zusätzlicher Vorteil besteht in der Möglichkeit, bereits während des Studiums anerkannte Zusatzqualifikationen und Trainerlizenzen über die BSA-Akademie zu erwerben. Dadurch erweitern Studierende frühzeitig ihr berufliches Profil und verbessern ihre Karrierechancen innerhalb der Branche.
Fazit: Trainingswissenschaft als Schlüsselkompetenz der Fitnessökonomie
Die Trainingswissenschaften bilden einen zentralen Bestandteil des dualen Studiums Bachelor of Arts Fitnessökonomie an der DHfPG.
Durch die vier Module der Trainingslehre erwerben Studierende umfassende Kompetenzen in den Bereichen Krafttraining, Ausdauertraining, Beweglichkeits- und Koordinationstraining sowie rehabilitatives Training.
Die enge Verbindung von wissenschaftlicher Theorie und praktischer Anwendung ermöglicht eine optimale Vorbereitung auf die vielfältigen Anforderungen der Fitness- und Gesundheitsbranche. Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, Trainingskonzepte professionell zu planen, Kunden individuell zu betreuen und gleichzeitig wirtschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
Wer sich für Fitness, Gesundheit, Training und Management interessiert, findet mit dem dualen Studium Fitnessökonomie eine zukunftsorientierte Qualifikation mit vielseitigen Karriereperspektiven.
Weitere Informationen zum Studiengang:
Bachelor of Arts Fitnessökonomie


