Perspektivwechsel: vom Mitglied zum Mitarbeiter

Michael Faber war schon immer ein vielseitiger Typ – nach dem Abitur hatte er jedoch keine Idee, was er beruflich machen sollte. Gut, dass der Sportökonom damals nicht auf den Rat der Berufsberaterin hörte, sein Hobby NICHT zum Beruf zu machen. Der 33-Jährige ist mittlerweile mit einer Trainings- und Therapiepraxis selbstständig und würde alles wieder genauso machen.

 

Fotos: Susanne Kuhn-Urban, Schwäbische Zeitung Laichingen

Mit 18 suchte Michael Faber eine Berufsberaterin auf – sie riet ihm davon ab, sein Hobby zum Beruf zu machen, da er so keinen Ausgleich zu seiner Arbeit haben würde. „Ich fühlte mich planlos angesichts der vielen Möglichkeiten. Sport war aber schon immer meine Leidenschaft, ob Fußball, Tennis oder das Training im Fitnessstudio. Dort habe ich mich dann auch schließlich mit dem Studioleiter über meine Zukunft unterhalten.“ Daraufhin wurde dem Abiturienten eine Stelle im Rahmen eines dualen Studiums an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) angeboten und er sagte zu. „Die Studioleiter hatten selbst an der DHfPG studiert und legten mir das duale Studium ans Herz.“ Zu Beginn konnte er sich noch nicht vorstellen, sein Leben lang im Fitnessstudio zu arbeiten. „Ich entschied mich für Sportökonomie, da in dem Studiengang auch Themen wie Sportmarketing, Sport- und Vereinsrecht sowie Sportmanagement behandelt werden. Das fand ich auch sehr interessant!“ 

„Ich habe es keine einzige Sekunde bereut“

Das duale Studiensystem erwies sich als „perfect match“ für Michael Faber: „Die vorgegebene Struktur der DHfPG, also Fernstudium und kompakte Lehrveranstaltungen, war genau das Richtige für mich. Ich konnte mich immer auf ein Modul konzentrieren und während der Lehrveranstaltungen schließlich die Praxis dazu erlernen. Die DHfPG hat bundesweit Studienzentren, was mir persönlich viele Vorteile gebracht hat. Dank der Möglichkeit, zu pendeln, konnte ich die Vor-Ort-Präsenzphasen im Studienzentrum Stuttgart besuchen. Die Studieninhalte waren eins zu eins in die Praxis umsetzbar. Nach jeder Lehrveranstaltung war ich hochmotiviert, das Gelernte direkt anzuwenden. Besonders wichtig waren für mich die Module „Beratungs- und Servicemanagement“ sowie „Trainingslehre“, in denen ich vielfältige Erfahrungen sammeln konnte – angefangen bei telefonischen Terminvereinbarungen bis hin zur Durchführung von Probetrainings im Fitnessstudio.“ 

Mehr Aufgaben, mehr Verantwortung

Durch die praktischen Erfahrungen erweiterte er sein Aufgabenspektrum und übernahm bereits während seiner Ausbildung Verantwortung. „Das war mir persönlich wichtig und das habe ich mir auch eingefordert.“ Nach erfolgreichem Abschluss seines Bachelor-Studiums wurde ihm die Leitung in einem anderen Fitnessstudio angeboten – mit höherem Gehalt, Bonuszahlungen und sogar der Finanzierung für das anschließende Master-Studium an der DHfPG. Da Michael Faber bereits mit dem Gedanken spielte, sich selbstständig zu machen, nimmt er das Angebot an. "Ich hatte schon immer viele Ideen – die wollte ich auch umsetzen."

Master in Prävention und Gesundheitsmanagement

Im Master-Studium wurde ihm bewusst, wie wichtig Organisation und Zeitmanagement im Leben sind. "Durch das Master-Studium bin ich nochmal strukturierter und selbstbewusster geworden." Sein damaliger Chef bot ihm schließlich an, das Geschäft inklusive Physiotherapie zu übernehmen. "Obwohl ich selbst kein Physiotherapeut bin, habe ich das Angebot angenommen und Physiotherapeuten angestellt - was sich als perfekte Kombination mit dem Fitnessstudio herausstellte. Prävention ist die Zukunft und unser Konzept ist perfekt. Seitdem ich das Geschäft übernommen habe, habe ich alles modernisiert und digitalisiert, und es läuft sehr gut." Mehr Infos: Medicus Heroldstatt

Sein Tipp für Studierende

"Setze dir klare Ziele, plane und organisiere! Besuch Kongresse und bau dir ein Netzwerk auf, denn Beziehungen können dich weit bringen."