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Longevity: Was hält uns wirklich lange gesund und fit?

Longevity ist längst mehr als ein Social-Media-Trend. Doch was können wir tatsächlich tun, um möglichst lange gesund, leistungsfähig und selbstbestimmt zu bleiben? Darüber sprechen Prof. Dr. Marcel Reuter von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und die Expertin für neurozentriertes Training Luise Walther in einer neuen Folge des Podcasts „Studieren mit Gehalt“.

 

Supplements, Eisbaden, Rotlicht, spezielle Ernährungsformen oder ausgefeilte Morgenroutinen: Wer sich auf Social Media mit dem Thema Longevity beschäftigt, stößt schnell auf zahlreiche Tipps, Produkte und vermeintliche Geheimnisse für ein langes Leben. Dabei muss Gesundheitsförderung nicht kompliziert sein.

„Basics first“ lautet deshalb eine der zentralen Botschaften der neuen Podcast-Folge. Gemeinsam mit Host Cathrin ordnen Prof. Dr. Marcel Reuter, Leiter des Fachbereichs Trainings- und Bewegungswissenschaft an der DHfPG und BSA-Akademie, und Luise Walther, Expertin für neurozentriertes Training, den aktuellen Longevity-Hype ein.

Nicht nur länger, sondern länger gesund leben

Beim Thema Longevity geht es nicht allein darum, ein möglichst hohes Lebensalter zu erreichen. Entscheidend ist vielmehr, wie viele dieser Lebensjahre in Gesundheit und Selbstständigkeit verbracht werden können.

Marcel Reuter spricht in diesem Zusammenhang über die sogenannte Life-Span-Health-Span-Gap – also die Lücke zwischen Lebensdauer und gesunder Lebensspanne. Genau hier können Prävention und Gesundheitsförderung ansetzen.

Eine zentrale Rolle spielt dabei körperliche Aktivität. Und für diese ist es laut Marcel Reuter nie zu spät: Auch Menschen in sehr hohem Alter können durch Training noch positive Anpassungen des Herz-Kreislauf- und des muskulären Systems erzielen. Selbst Muskelaufbau ist im hohen Alter grundsätzlich noch möglich.

Bewegung muss zum eigenen Leben passen

Doch welches Training ist das richtige? Die Podcast-Folge zeigt: Eine allgemeingültige Antwort gibt es darauf nicht.

Entscheidend ist auch, eine Form der Bewegung zu finden, die sich langfristig in den eigenen Alltag integrieren lässt. Denn die beste Trainingsmethode bringt wenig, wenn sie nicht umgesetzt wird. Marcel Reuter verweist deshalb auf die Bedeutung von Adhärenz und Kontinuität.

Dranbleiben bedeutet dabei nicht zwangsläufig, über Jahre denselben Trainingsplan zu verfolgen. Im Gespräch mit Luise Walther wird deutlich, dass auch wechselnde Sportarten und neue Herausforderungen ein Weg sein können, dauerhaft körperlich aktiv zu bleiben.

Longevity ohne permanente Selbstoptimierung

Auch Schlaf, Stress, Ernährung, soziale Beziehungen und das Nervensystem spielen in der Diskussion eine wichtige Rolle. Luise Walther plädiert dafür, Longevity nicht als permanente Optimierungsaufgabe zu verstehen.

Statt ausschließlich für die eigene Gesundheit in 30, 40 oder 50 Jahren zu leben, könne der Blick auf unmittelbare positive Effekte helfen: Wie fühle ich mich nach ausreichend Schlaf? Was verändert Bewegung an meinem Wohlbefinden? Welche Ernährung gibt mir Energie? Und welche sozialen Kontakte tun mir gut?

Auch Prof. Dr. Reuter warnt davor, sich in unzähligen Optimierungsmaßnahmen zu verlieren. Wer versucht, gleichzeitig an sehr vielen Stellschrauben zu drehen und sich dadurch zusätzlichen Stress macht, erreicht möglicherweise das Gegenteil dessen, was ursprünglich beabsichtigt war.

Kleine Routinen statt großer Vorsätze

Gerade im Studien- oder Berufsalltag können einfache Maßnahmen ein sinnvoller Einstieg sein. Im Podcast werden beispielsweise mehr Alltagsbewegung, regelmäßiges Krafttraining, ausreichend Schlaf oder kleine Bewegungsroutinen diskutiert.

Wichtig ist dabei, realistisch anzufangen. Statt innerhalb weniger Wochen zum „Hyperformer“ werden zu wollen, empfiehlt Reuter einen schrittweisen Einstieg. Auch professionelle Unterstützung durch qualifizierte Trainerinnen und Trainer kann dabei helfen, Training individuell auszurichten und langfristig umzusetzen.

Die Fitness- und Gesundheitsbranche bietet hierfür vielfältige Möglichkeiten – von Trainingswissenschaft und Ernährung bis hin zu Psychologie, Prävention und Gesundheitsförderung.

Wissen als Grundlage für die eigene Gesundheit

Wie wertvoll fundiertes Fachwissen sein kann, zeigt sich nicht nur in der professionellen Arbeit mit Kundinnen und Kunden. Marcel Reuter berichtet im Podcast auch von Menschen, die sich im nicht akademischen Bereich der BSA-Akademie weiterbilden, um ihr eigenes Training besser zu verstehen, neue Übungen kennenzulernen und sich mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinanderzusetzen.

Auch im Studium an der DHfPG spielt der Austausch eine wichtige Rolle. Unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven von Studierenden und Lehrenden können neue Lösungsansätze eröffnen und dabei helfen, wissenschaftliches Wissen in die Praxis zu übertragen.

Die neue Podcast-Folge macht damit deutlich: Für Longevity braucht es nicht zwingend den nächsten Trend oder die nächste komplizierte Routine. Bewegung, Schlaf, Ernährung, Stressmanagement und soziale Beziehungen bilden eine starke Grundlage – und der individuell passende Weg darf dabei unterschiedlich aussehen.

Die komplette Folge von „Studieren mit Gehalt“ mit Prof. Dr. Marcel Reuter und Luise Walther:
 

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