Müde aber wach

Wer nachts nicht zur Ruhe kommt, ist am Tag meistens völlig erschöpft. Insbesondere dann, wenn dies regelmäßig passiert. Doch warum ist der Schlaf so wichtig und was kann man für einen erholsamen Schlaf tun?

 

Wieder eine schlaflose Nacht gehabt?

Wieder eine schlaflose Nacht gehabt?

Viele Menschen kämpfen mit Einschlafproblemen, obwohl sie doch sehr müde sind. Sie liegen wach, schauen auf die Uhr und geraten dadurch erst recht unter Druck. Dadurch kann ein Teufelskreis entstehen. Übermüdung, Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten können die Folgen sein. Schlechter Schlaf führt zu einer geringeren Leistungsfähigkeit, langfristig kann sich sogar das Risiko erhöhen, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden.

Schlaf ist lebenswichtig, denn hier finden entscheidende Regenerationsprozesse statt. Wenn wir schlafen, finden in unserem Körper eine ganze Reihe an komplexen Vorgängen statt. So werden im Tiefschlaf beispielsweise Hormone freigesetzt, die den Körper beim Wachstum und der Regeneration von Knochen, Muskeln und inneren Organen unterstützen. Im Schlaf wird unser Immunsystem gestärkt. Außerdem regeneriert sich während des Schlafs das neuronale Netzwerk im Gehirn. Informationen, die im Wachzustand aufgenommen wurden, werden weiterverarbeitet und im Gedächtnis gespeichert. Ein erholsamer Schlaf ermöglicht es uns, lange wach sowie geistig und emotional fit zu sein.

Doch was kann man tun, um einen erholsamen Schlaf zu fördern?

Studien haben gezeigt, dass Menschen, die sich tagsüber körperlich bewegen, besser einschlafen. Wer Sport treibt, wird müde und kann danach besser schlafen. Jedoch sollte die Bewegung nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen durchgeführt werden. Der ideale Zeitpunkt ist am späten Nachmittag. So bleibt dem Körper genug Zeit, um anschließend wieder zur Ruhe zu kommen. Außerdem helfen Yoga oder Tai-Chi dabei, eine gute Nachtruhe zu finden. Auch Entspannungstechniken wie Meditation oder Atemübungen können helfen. Für die Qualität des Schlafs ist insbesondere die letzte halbe Stunde vor dem Zubettgehen wichtig. Schlafforscher haben gezeigt, dass ein warmes Bad vor dem Schlafengehen die Schlafqualität deutlich verbessern kann. Wenn Gedanken und Sorgen das Einschlafen verhindern, hat sich folgende Strategie bewährt: Legen Sie sich einen Bleistift und ein Stück Papier auf Ihren Nachttisch und machen Sie sich eine Liste mit den Gedanken, die Ihnen im Kopf herumgehen und schreiben Sie auf, wie sie diese lösen könnten. Dadurch kommen die Gedanken besser zur Ruhe und das Ein- und Durchschlafen fällt leichter. 

Mentaltrainer/in-B-Lizenz der BSA-Akademie

Sie setzen Techniken des Mentalen Trainings gezielt ein, um individuelle Ziele Ihrer Kunden im Rahmen von Prävention und Gesundheitsförderung zu unterstützen. Sie helfen Menschen dabei, zu einem gesunden Lebensstil zu finden und ihre mentale Stärke auszubauen.

Mehr Infos:

Mentaltrainer/in

 

Literatur:

  1. Wiseman, R. (2015). Superschlaf. Frankfurt a.M.: Fischer Verlag.
  2. Holzinger, B. & Klösch, G. (2018). Schlafstörungen. Psychologische Beratung und Schlafcoaching. Berlin: Springer Verlag.