Live vs. Virtuell: Warum Events zukünftig hybride und kombinierte Angebote beinhalten

Viele Veranstalter haben das gesamte Jahreseinkommen durch die Pandemie einbüßen müssen. Folgeaufträge und neue Kundenkontakte verzeichnen einen deutlichen Rückgang. Die Veränderung in der Gesellschaft zum Thema Sicherheit, Zeit und Nachhaltigkeit beeinflussen die Teilnahme für zukünftige Events. Der Gesamtschaden der Eventbranche ist mittlerweile nicht mehr zu beziffern. Werden Events auch künftig zu den Kerninstrumenten zielorientierter Kommunikation zählen? Wie sehr beeinflussten die technische Entwicklung und die Pandemie zukünftige Angebote der Veranstalter? Kann das Prinzip „schneller-höher-weiter und Glamour“ für die Live-Events weiterhin erfolgreiche Teilnehmerzahlen ermöglichen?

 

Live vs. Virtuell: Warum Events zukünftig hybride und kombinierte Angebote beinhalten

Die Situation:

Die Luft wird dünner. Viele Veranstalter haben das gesamte Jahreseinkommen durch die Pandemie einbüßen müssen und die meisten Aufträge wurden gecancelt. Darunter fallen öffentliche Events, Firmenfeiern, Messen, Promotion-Events, aber auch Hochzeiten und Geburtstage. Zudem verzeichnen dadurch Folgeaufträge und neue Kundenkontakte ebenfalls einen deutlichen Rückgang. Den Gesamtschaden der Eventbranche ist mittlerweile nicht mehr zu beziffern. Gerade jetzt ginge eigentlich die Outdoor- und Club-Saison wieder los. Viele Veranstalter haben alternative Live-Angebote durchkalkuliert. Aber unter den Auflagen der einzelnen Bundesländer ist dies nicht durchzuführen. Zudem sind die Menschen durch die ständig wechselnden Verordnungen so sehr verunsichert, dass Planungssicherheit nicht mehr gegeben ist. Auch nach der Pandemie wird die Eventbranche nicht von „0 auf 100“ starten können. In Zukunft werden die Veranstalter ihre Komfortzone verlassen müssen. Die Veränderung in der Gesellschaft zum Thema Sicherheit, Zeit und Nachhaltigkeit muss berücksichtigt werden.

Der Lösungsansatz:

Das Ziel sollte nicht sein, die Menschen mit Nachdruck davon zu überzeugen, die Live-Events wieder zu besuchen. Bedeutende Events nach Corona verlangen von allen Akteuren ein Umdenken und eine Neuausrichtung. Veranstalter sollten auf die veränderten Bedürfnisse der Interessierten eingehen und diese in die Eventplanung aufnehmen. Das bedeutet, seine Zielgruppe während und nach der Pandemie noch besser zu „verstehen“. Erst dann kann man entscheiden, ob ein zeitgemäßes und erfolgreiches Eventkonzept hybrid, nachhaltig und inklusiv sein soll. Ein Hybrid-Event ist ein Mix aus einem virtuellen Event und einem herkömmlichen on-site Event. Dadurch können Online-Event und Face-to-Face-Event parallel stattfinden. Allerdings finden hybride Events grundsätzlich in Eventlocations statt, die sich zum einen für die Ausrichtung des jeweiligen Event-Typs (z. B. Promotion-Events) eignen und zum anderen die technischen Voraussetzungen für einen Live-Stream erfüllen. Bereits die aktuelle Situation zeigt, dass Online-Events gut umgesetzt werden. Dennoch, um Menschen eine echte Wahlmöglichkeit geben zu können, sind Umfragen zum Angebot der eigenen Zielgruppe unausweichlich. Aber auch bei Live-Events wird sich etwas ändern müssen. Wer Menschen für Events begeistern möchte, kann nicht mehr allein auf das Prinzip „schneller-höher-weiter und Glamour“ setzen. Bereits jetzt schauen sich die interessierten Eventliebhaber das Angebot für Live und digitale Eventkonzepte genauer an. Die Teilnehmenden achten auf aussagekräftigen Content und mittlerweile besonders auf Diversität. Zudem wird das verantwortungsvolle Planen nach den Grundsätzen von Nachhaltigkeit für die Teilnahme-Entscheidung eine immer größere Rolle spielen. Digitale Angebote sind hier eine gute Möglichkeit diesem gerecht zu werden. Die Vermarktung von Veranstaltungen muss weithin vor, während und nach dem Event stattfinden. Online-Marketing spielt bereits heute eine bedeutende Rolle, um die Zielgruppen zu erfassen, zu verstehen und um den Teilnehmern das beste Nutzen-Risiko-Verhältnis zu ermöglichen.

Die Handlung:

Was bleiben wird ist, dass Events auch künftig zu den Kerninstrumenten zielorientierter Kommunikation zählen. Aber die Branche wird akzeptieren müssen, dass die Gesellschaft durchaus an Eventangeboten interessiert sein wird, dass es aber aufgrund der technischen Entwicklung und aktuellen Situation Menschen gibt, welche von einer physischen Teilnahme absehen. Ob hybride Eventkonzepte, die die Live-Veranstaltung um digitale Angebote ergänzen, reine Live-Streams oder aufbereitete Kurzfassungen von Veranstaltungen, welche digital abrufbar sind, ist von der Zielgruppe abhängig. Denn die ergänzenden, alternativen oder kombinierten Angebote müssen auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt werden. Sie sehen also, Eventmanagement bedeutet vieles: spannende Aufgaben, eine Vielzahl von (virtuellen) Terminen und vielfältige Auftraggeber. Vor allem aber die Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen mit konkreter digitaler Strategie. Diese sind für Konzerte, Messen, Sportereignisse oder spezielle Firmenevents sowie Kongresse oder Aktionen zu Marketingzwecken essenziell.

Die notwendigen Werkzeuge, um eine erfolgreiche Teilnehmerzahl sicherzustellen, kann über die BSA-Akademie in den Lehrgängen "Eventmanager/in" und "Erfolgreiches Online-Marketing für Fitnessanbieter" erworben werden.