Vom Profifußballer in Deutschland, England und Schottland zum Fachwirt

Thorsten Stuckmann hat über 400 Profispiele bestritten, darunter 150 Zweitligaspiele für Eintracht Braunschweig und Alemannia Aachen. In seiner Zeit in England durfte er sich sogar mit dem englischen Rekordmeister Manchester United messen. Doch schon während der aktiven Laufbahn hat der gebürtige Gütersloher an die Karriere nach der Karriere gedacht und mit dem „Fachwirt für Prävention und Gesundheitsförderung“ begonnen…

Thorsten Stuckmann hat bereits über 400 Profispiele bestritten

Seit 2011 schnürt der gebürtige Gütersloher die Fußballschuhe in England

Thorsten Stuckmann im Trikot vom schottischen Erstligisten Partick Thistle FC

Neben der Karriere eine eigene Firma, die TS Together Stronger Ltd.

Mit Braunschweig in die 2. Fußball-Bundesliga
Bereits mit 19 Jahren wagte Thorsten Stuckmann den Schritt in die damalige 3. Fußball-Bundesliga zum SC Preußen Münster. Nach drei Spielzeiten als Stammtorhüter traf er die Entscheidung, die fußballerische Karriere bei Eintracht Braunschweig weiterzuführen - eine Entscheidung, die er bis heute nicht bereut. Schon im zweiten Jahr schaffte Thorsten Stuckmann mit der Eintracht aus Braunschweig den direkten Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga. Nach sechs weiteren Jahren und über 150 Zweitligaeinsätzen für Eintracht Braunschweig und Alemannia Aachen lockte ihn das Abenteuer England.

In England an die Karriere nach der Karriere gedacht
2011 schloss sich Thorsten Stuckmann dem englischen Drittligisten Preston North End an, mit dem er wohl eine der spektakulärsten Erfahrungen seiner Profikarriere sammeln durfte. In der Saison 2014/2015 stand er im Achtelfinale des englischen FA-Cups keinem geringeren Verein als dem englischen Rekordmeister Manchester United gegenüber. In dieser Zeit kam er zu dem Entschluss, dass es auch eine Karriere nach der Fußballkarriere geben wird. „Mir war es sehr wichtig, dass ich auch außer meiner Fußballkarriere etwas habe, auf das ich nach meinem Rücktritt aufbauen kann“, erzählt er. Er entschied sich für den „Fachwirt für Prävention und Gesundheitsmanagement“ der BSA-Akademie, der sich aus elf Einzellehrgängen zusammensetzt und für die Übernahme von Leitungs- und Führungsaufgaben in der Zukunftsbranche Prävention, Fitness und Gesundheit vorbereitet. „Ich habe mich damals mit der VDV (Spielergewerkschaft) unterhalten, inwiefern es im Bereich Prävention, Gesundheit und Fitness Weiterbildungen gibt, die sich mit meinem Beruf vereinbaren lassen. Die VDV empfahl mir die BSA-Akademie“, fasst er seinen Entschluss zusammen. Durch die Kombination aus Fernunterricht und kompakten Präsenzphasen konnte Thorsten Stuckmann auch weiterhin an den Trainingseinheiten in Preston teilnehmen. „Ein Vollzeitstudium bzw. eine Vollzeitweiterbildung sind für einen Sportler, vor allem für jemanden, der im Ausland aktiv ist, schwer machbar.“ 2014 schloss der damals 32-Jährige den „Marketingmanager“ sowie die „Fitnesstrainer-B-Lizenz“ der BSA-Akademie als erste Schritte zum Fachwirt ab.

Über Doncaster nach Schottland
Nach vier Jahren bei Preston North End konnten sich 2015 die Doncaster Rovers, zu dieser Zeit ebenfalls englischer Drittligist, die Dienste des gebürtigen Güterslohers sichern. Trotz 36 absolvierter Partien für die Rovers entschied sich Thorsten Stuckmann bereits nach einem Jahr, den englischen Drittligisten wieder zu verlassen und seine fußballerische Laufbahn in der ersten schottischen Liga beim Partick Thistle FC weiterzuführen. „Kurz vor meinem Wechsel zum Partick Thistle FC habe ich am BSA-Lehrgangszentrum in Köln noch die „Ernährungstrainer-B-Lizenz“ abgeschlossen, um auch bei meiner nebenberuflichen Weiterbildung am Ball zu bleiben“, erinnert er sich.

Seit Anfang des Jahres wieder in England
Anfang des Jahres lief sein Kurzvertrag bei Partick Thistle aus. Nun steht er wieder in der League One für den FC Chesterfield zwischen den Pfosten. „Der Fußball ist so ein schnelllebiges Geschäft. Da kann sich von heute auf morgen alles ändern. Daher bin ich sehr froh, dass ich mit meinen Lehrgängen auch neben dem Fußball abgesichert bin. Bis Sommer wird Stuckmann in England bleiben, nach Deutschland zurückzukehren, ist danach nicht ausgeschlossen. Dann wird unser Sohn 6 Jahre alt und könnte in Deutschland direkt eingeschult werden“, blickt er voraus.

Parallel zum Fußball im Betrieblichen Gesundheitsmanagement tätig
Thorsten Stuckmann hat sich das Ziel gesetzt, direkt nach seiner Rückkehr in Deutschland den „Fachwirt für Prävention und Gesundheitsförderung“ abzuschließen. „Ich habe die Weiterbildung mit dem Ziel begonnen, diese auch erfolgreich zu beenden. Das steht außer Frage.“ Auch die Lehrgangsmaterialien für die noch zu absolvierenden Lehrgänge hat er schon größtenteils durchgearbeitet. „Ein großer Vorteil am System der BSA-Akademie ist, dass ich mein eigener Chef bin und mir so die Lerneinheiten selbst einteilen kann“, beschreibt er. Seine berufliche Zukunft sieht er im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, das für ihn eine Thematik mit viel Zukunftspotenzial darstellt. Im vergangenen Jahr hat Stuckmann bereits seine eigene Firma, die TS Together Stronger Ltd, gegründet. (www.tstogetherstronger.com) „In Deutschland ist die Bedeutung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements bei den Arbeitgebern schon sehr präsent. In England ist diese allerdings weniger ausgeprägt. Es ist eine sehr interessante und spannende Aufgabe für mich, englische Firmen dabei zu unterstützen. Hierbei kann ich auch auf die Kompetenzen aus den Lehrgängen zurückgreifen.“ Auf längere Sicht soll es allerdings zurück nach Deutschland gehen, aber das ist eine Entscheidung, die wir als Familie treffen werden“, so der Fußballprofi zu seinen Zukunftsplänen.