Veröffentlichung „Leitfaden Prävention“ und „Leitfaden Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen“ in der Fassung vom 01. Oktober 2018

Am 01.10.2018 hat der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zusammen mit den Verbänden der Krankenkassen auf Bundesebene eine aktualisierte Fassung des Leitfadens Prävention veröffentlicht.

Im Leitfaden Prävention sind die inhaltlichen Handlungsfelder und qualitativen Kriterien für Leistungen der Krankenkassen in der Primärprävention und betrieblichen Gesundheitsförderung festgelegt. Die darin abgedeckten Leistungsarten umfassen die individuelle verhaltensbezogene Prävention, die Prävention und Gesundheitsförderung in Lebenswelten sowie im Betrieb. Entsprechen Maßnahmen den im Leitfaden dargestellten Handlungsfeldern und Kriterien nicht, dürfen diese auch nicht von den Krankenkassen durchgeführt oder gefördert werden.

Die aktuelle Fassung des Leitfadens wurde unter Einbezug einer unabhängigen Fachkommission erarbeitet und erfüllt die im Präventionsgesetz vom 25. Juli 2015 enthaltenen Aufträge. Darüber hinaus enthält sie die Präventions- und Gesundheitsförderungsziele der GKV sowie neugefasste Voraussetzungen für die Qualifikation von Anbietern in der individuellen verhaltensbezogenen Prävention.

Neben staatlich anerkannten Berufs- und Studienabschlüssen können nun auch andere Qualifikationen berücksichtigt werden. Im Zuge der Weiterentwicklung ist eine Ausweitung auf nicht-formale Qualifikationen bei zeitgleicher Sicherung eines angemessenen Qualifikationsniveaus durch definierte Mindestkompetenzen vorgenommen worden. Die Grundlage muss ein wissenschaftsbasiertes Curriculum bilden, aus dem Lernziele, Inhalte, Umfänge und Methoden ersichtlich sind. Auch weiterhin bedarf es einer Einweisung in das durchzuführende Programm, um Maßnahmen nach § 20 SGB V anbieten zu dürfen. 

Neben der aktuellen Fassung des Leitfadens Prävention existiert auch für die Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen nach § 5 SGB XI ein entsprechender Leitfaden, woraus sich für Bewegungsfachkräfte Potenziale zur Bewegungsförderung ergeben.