Unfallversicherung startet Präventionskampagne

Digitalisierung, Globalisierung, der demografische Wandel und eine zunehmende Flexibilisierung der Arbeit sind wesentliche Trends, die aktuell die Veränderungen in der Arbeitswelt bestimmen. Die Unternehmen stehen daher einerseits vor der Herausforderung, diesen Wandel zu gestalten und andererseits vor der Aufgabe die Arbeits- und Leistungsfähigkeit ihrer Beschäftigten zu erhalten, da sich im Zuge des Wandels auch die Belastungen und die daraus resultierenden Gesundheitsgefährdungen für die Beschäftigten verändern.

Mit der BSA-Akademie zum BGM-Experten

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Vor diesem Hintergrund sind Präventionskonzepte, die sich an die verändernden Arbeitsformen und Anforderungen anpassen von zentraler Bedeutung. Doch was macht einen umfassenden Präventionsansatz aus bzw. wie kann er aussehen?

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und ihre Mitglieder, der gewerblichen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, setzen sich mit dieser Frage im Rahmen ihrer Präventionskampagne zur Kultur der Prävention auseinander. Am 18. Oktober 2017 wird die Präventionskampagne offiziell starten. Ausgangspunkt der Überlegungen ist ein integriertes Grundverständnis von Prävention, welches unterschiedliche Perspektiven bzw. Ausrichtungen berücksichtigt und die klassische Risikoprävention, die betriebliche Gesundheitsförderung sowie die Wiedereingliederung beinhaltet. Die Entwicklung einer betrieblichen Präventionskultur, in der Sicherheit und Gesundheit als Werte fest verankert sind und gelebt werden, erfordert demzufolge einen umfassenden Ansatz in verschiedenen Handlungsfeldern. Entscheidenden Einfluss auf die erfolgreiche Integration von Sicherheit und Gesundheit in das betriebliche Handeln haben die Handlungsfelder „Führung“, „Kommunikation“, „Beteiligung“, „Fehlerkultur“, „Soziales Klima/Betriebsklima“ und „Prävention als integrierter Bestandteil aller Aufgaben“. Eine besondere Rolle kommt dabei dem Handlungsfeld „Prävention als integrierter Bestandteil aller Aufgaben“ zu, da es sich im Idealfall auf alle anderen Handlungsfelder auswirkt und diese mitbestimmt. 
Um die Gesundheit im Betrieb entsprechend zielführend zu gestalten, ist für gewöhnlich die bloße Betrachtung einzelner Handlungsfelder nicht ausreichend. Vielmehr überschneiden, ergänzen oder bedingen sich die jeweiligen Handlungsfelder einander. Um die Präventionskultur daher nachhaltig stärken zu können, sollten mehr Betriebe mit einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) arbeiten. Mit Hilfe eines BGM können betriebliche Rahmenbedingungen systematisch entwickelt und gesteuert sowie gesundheitsförderliche Strukturen und Prozesse einschließlich der Befähigung der Organisationsmitglieder zu einem eigenverantwortlichen gesundheitsbewussten Verhalten gestaltet werden.

Viele Betriebe können jedoch mit der Einführung bzw. Umsetzung eines BGM überfordert sein, da ihnen entsprechend notwendiges Wissen fehlt oder ihnen lediglich begrenzte Ressourcen zur Verfügung stehen.

Qualifiziertes Personal mithilfe der BSA-Akademie
An der BSA-Akademie können die staatlich geprüften und zugelassenen Qualifikationen im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement absolviert werden. Das Lehrgangsystem ist modular aufgebaut, so ist eine Weiterbildung von der Basisqualifikation, wie z. B. der „Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK), bis hin zum Profiabschluss „Manager für betriebliches Gesundheitsmanagement möglich.

Weitere Informationen:
Fachbereich BGM
DGUV-Kampagne