Traditioneller Firmensport erfindet sich neu

Der traditionelle Betriebssport erlebt eine Art Wiedergeburt, heute beispielsweise unter der Bezeichnung Firmenfitness im Rahmen eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Fitness im Betrieb

Firmenfitness gewinnt immer mehr an Bedeutung

Das hat wiederum eine ernste Ursache: Die moderne Arbeitswelt macht viele Menschen krank. Dagegen helfen nur umfassende Strategien. Immer mehr Unternehmen denken schon um, aber es besteht noch Handlungsbedarf. Außerdem wird dazu qualifiziertes Fachpersonal dringend benötigt.

Die deutsche Gesellschaft lebt immer ungesünder. Fast jeder vierte Deutsche ist inzwischen stark übergewichtig, warnte eine Studie des Robert-Koch-Instituts im vergangenen Jahr. Hinzu kommt die zunehmende Verbreitung lebensstilbedingter Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes. Das hat inzwischen messbare Konsequenzen für die Arbeitswelt. Die Zahl der Fehltage am Arbeitsplatz ist laut Bundesgesundheitsministerium in Deutschland zwischen 2012 und 2016 von 19,97 Millionen auf 30,53 Millionen im Jahr gestiegen. Dazu gehen viele Menschen trotz Krankheit jeden Tag zur Arbeit. Dort leisten sie aber viel weniger als möglich wäre. Wie groß der Schaden durch verminderte Leistungsfähigkeit wirklich ist, lässt sich durch Statistiken nicht ermitteln.

Betriebssport kehrt immer mehr zurück

Immer mehr Unternehmen setzen aufgrund dieser Problematik auf den klassischen Firmensport. Die meisten Betriebssportvereine wurden vor über 100 Jahren ins Leben gerufen, ihre Blütezeit erlebten sie in den 1920er Jahren. Schon damals wollten die Unternehmensleitungen auf diese Weise die körperliche Gesundheit ihrer Belegschaft verbessern. Gleichzeitig sollte aber auch deren Bindung an den Konzern vertieft werden. Heute bieten moderne Dienstleistungsunternehmen ihren Mitarbeitern zwar kreative Entspannungsmöglichkeiten an. Aber nur selten umfasst das auch organisierten Sport, vielmehr handelt es sich um zeitlich begrenzte oder einmalige Projekte, wie beispielsweise ein Firmenlauf. Angesichts steigender Gesundheitsprobleme finden immer mehr Unternehmen wieder zur Förderung des Breitensports zurück, beispielsweise in Form einer vergünstigten Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Das lohnt sich sowohl für die Studiobetreiber als auch für die berufstätigen Freizeitsportler. Das Angebot erreicht aber oft nur die Mitarbeiter, die sich sowieso für Fitness interessieren. 

Fitnesstraining am Arbeitsplatz

Darum setzen Unternehmen immer häufiger auf qualifizierte externe Dienstleister. Das sind oft Trainer, welche direkt in die Firma kommen und dort regelmäßige Kurse geben. Dabei ist darauf zu achten, dass die Verantwortlichen in den Unternehmen nicht nur kurzfristige Maßnahmen als Events organisieren, sondern die Gesundheitsförderung der Beschäftigten zu einem Langzeitprojekt machen. Die Gesundheit der Beschäftigten wird immer mehr zu einem Wettbewerbsfaktor. Viele Großkonzerne haben längst verstanden, dass kranke und gestresste Mitarbeiter bares Geld kosten. Eine weitere Möglichkeit ist es, die eigenen Mitarbeiter im Bereich Firmenfitness oder im übergeordneten Betrieblichen Gesundheitsmanagement zu qualifizieren. Denn nicht nur die körperliche Gesundheit soll gefördert werden, auch die psychosozialen Belastungen für die Angestellten gilt es zu reduzieren. Gleichzeitig haben Betriebliche Gesundheitsmanager aber auch die Aufgabe, die Mitarbeiter bei ihrer individuellen Vorsorge zu unterstützen. Sie können den Betriebssport organisieren und damit einer alten Tradition neues Leben einhauchen. Im Idealfall macht Firmensport die Mitarbeiter fit und verbessert gleichzeitig den Zusammenhalt. Und für die Unternehmen ist es günstiger, einige Stunden Sport zu finanzieren als längere Ausfallszeiten hinnehmen zu müssen.

Im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement qualifizieren

Die BSA-Akademie bietet eine Vielzahl an staatlich geprüften und zugelassenen Qualifikationen im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements an. Als Trainer, Gesundheitsdienstleister oder BGM-Verantwortlicher eines Unternehmens erwerben Teilnehmer mit Lehrgängen aus diesem Fachbereich die notwendigen Kompetenzen und Werkzeuge, die zum Aufbau eines systematischen und nachhaltigen betrieblichen Gesundheitsmanagements benötigt werden. Die BSA-Akademie gehört zu den ersten Institutionen in Deutschland, die nach den Standards des Bundesverbandes Betriebliches Gesundheitsmanagement (BBGM) zertifiziert worden sind. Dies betrifft für die BBGM-Basisstufe die BSA-Lehrgänge „Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)“ und „Gesundheitsexperte/in für KMU“. Für die BBGM-Aufbaustufe wurde der BSA-Lehrgang  „Betriebliche/r Gesundheitsmanager/in“ zertifiziert.

Alle Infos unter www.bsa-akademie.de/bgm