Niedrige Vitamin D-Versorgung in Deutschland

Der Ernährungsbericht 2016, den die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) veröffentlichte, lieferte unter anderem die aktuellsten Zahlen zur Vitamin D Versorgung in Deutschland. Dabei wurde festgestellt, dass überdurchschnittlich viele Deutsche einen Vitamin D-Mangel aufweisen.

Überdurchschnittlich viele Deutsche weisen einen Vitamin D-Mangel auf

Vitamin D kann einerseits über die Nahrung zugeführt werden und der Körper kann es in der Haut unter Einfluss von UVB-Licht selbstständig bilden. Den höchsten Beitrag zur Bedarfsdeckung leistet hier die Eigensynthese mit ca. 80-90%.

Eine Blutentnahme gibt Aufschluss über den Vitamin D Status. Zur Beurteilung der Vitamin D-Versorgung in Deutschland wurde hier die Klassifizierung des Institute of Medicine (IOM) herangezogen. Nach IOM ist die Blutkonzentration > 50 nmol/l ausreichend. Die Serumkonzentrationen zwischen 30 und < 50 nmol/l gelten als suboptimal mit Folgen für die Knochengesundheit. Bei < 30 nmol/l liegt ein Mangel vor und damit ein erhöhtes Risiko für Osteoporose. Insgesamt weisen 61,6 % der Erwachsenen in Deutschland eine Vitamin D Versorgung < 50 nmol/l auf. Davon hatten 29,7 % der Frauen und 30,8 % der Männer einen Vitamin D Mangel, also Werte < 30 nmol/l. Die Vitamin D Versorgung in Deutschland ist demzufolge ungünstiger als im Durchschnitt aller untersuchten Länder in Europa.

Aber warum ist es so wichtig, gut mit Vitamin D versorgt zu sein? Neben der Förderung der Knochenmineralisierung ist Vitamin D an vielen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt. Ein Mangel wird z.B. mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Multiple Sklerose und Krebs assoziiert und es wird in der Therapie vieler Krankheiten erfolgreich eingesetzt.

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"Fachbereich Ernährung"