Mit Gruppentrainingsprogrammen die körperliche Fitness bis ins hohe Alter verbessern

Gesundheit, Selbstständigkeit und psychische Leistungsfähigkeit spielen eine Schlüsselrolle für die Lebensqualität im Alter. Aufgrund der demografischen Entwicklung und der damit einhergehenden höheren Lebenserwartung, gewinnt der Gesundheits- und Funktionserhalt im Alter zunehmend an Bedeutung.

Zum Kursleiter Senioren qualifizieren

Die Anzahl der Menschen ab 67 Jahre wird bis zum Jahr 2040 voraussichtlich um 42 % höher sein, als die Anzahl der ab 67-Jährigen im Jahr 2013 (Statistisches Bundesamt [Destatis], 2016). Um im Alter die Gesundheit und Selbstständigkeit zu erhalten, nimmt die körperliche Aktivität eine zentrale präventive Funktion ein (Robert- Koch- Institut [RKI], 2009, S. 16).

Obwohl die präventive Wirkung von körperlicher Aktivität auf die Gesundheit hinreichend belegt ist, zeigen die Statistiken, dass die Empfehlungen für eine gesundheitswirksame Bewegung von mindestens zwei Stunden regelmäßiger körperliche Aktivität pro Woche mit steigendem Alter immer weniger erfüllt werden. Bei Männern sinkt der Anteil der sportlich Aktiven von ca. 52 % in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen bis auf unter 30 % bei der Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen (Robert-Koch-Institut [RKI], 2005). Das Ziel von gesundheitsorientierten Bewegungsprogrammen ist es somit, diese Lebensjahre im Seniorenalter aktiv zu gestalten, um altersspezifischen Erkrankungen vorzubeugen und die Lebensqualität zu steigern.

Die positiven Effekte von körperlicher Aktivität auf die physische und psychische Gesundheit sind empirisch gut belegt. Ein regelmäßiges Training trägt zur Aufrechterhaltung der Muskelkraft, zur Erhöhung der Knochendichte, zur Minderung des Sturzrisikos und zur Verbesserung der allgemeinen Fitness bei (Fatouros et al., 2002; Gill et al., 2002). Befragt man ältere Menschen, welche Beweggründe sie mit Training verbinden, so kristallisieren sich Motive wie Geselligkeit, Ausgleich, Abwechslung, Spaß und Anschluss an eine Gruppe heraus (Schweer, 2008). Genau diese Aspekte können durch ein gezieltes Gruppentraining mit Senioren angesprochen werden. Demnach sollten Kursleiter dahingehend geschult werden, diesen Kundenkreis optimal zu betreuen. Als positiver Nebeneffekt werden auch die Empfehlungen für regelmäßige körperliche Aktivität pro Woche erreicht.

Mit der BSA-Akademie zum „Kursleiter/in Senioren“ qualifizieren
Der Lehrgang „Kursleiter/in Senioren“ der BSA-Akademie qualifiziert die Teilnehmer dazu, Gruppentrainingsstunden auf der Ebene der Primär- bzw. Sekundärprävention für Senioren im Alter zwischen 65 und 85 Jahren eigenständig planen, organisieren und fachgerecht betreuen zu können. Hierbei werden die sportmedizinischen und pädagogischen Grundlagen für das Training mit Senioren in der Theorie vermittelt und in der Praxis durch verschiedene Beispiele wie ausdauer- und kraftorientierte Programme, kleine Spiele und Entspannung umgesetzt.