Premiere von „Sportschau Thema“ der ARD mit Jan Frodeno und Prof. Dr. Jan Mayer

In der ersten Ausgabe von "Sportschau Thema", die am vergangenen Samstag im Vorabendprogramm auf der ARD lief, ging es um „Druck im Spitzensport“. In einer hochkarätig besetzten Talkrunde waren unter anderem Triathlon-Olympiasieger Jan Frodeno und Prof. Dr. Jan Mayer, Sportpsychologe bei der TSG Hoffenheim, zu Gast. Sowohl Prof. Mayer als auch Jan Frodeno werden auch beim diesjährigen Aufstiegskongress sowie dem wissenschaftlichen Vorkongress als Referenten dabei sein.

Frodeno und Prof. Dr. Mayer bei ARD

Druck im Leistungssport kann aus verschiedenen Richtungen kommen – der Sportler kann sich selbst unter Druck setzen, sein Umfeld, Trainer oder Familie können ihn entwickeln, aber auch die Medien können eine Rolle spielen. In der ARD-Talkshow „Sportschau Thema, die am Samstagvorabend zur gewohnten Sportschau-Zeit zum ersten Mal lief, diskutierten die Spitzensportler René Adler, Jan Frodeno, Gina Lückenkemper sowie der Sportpsychologe der TSG Hoffenheim, Prof. Dr. Jan Mayer, genau über dieses Thema. In der Sendung wurde unter anderem ein Einblick in die tägliche Arbeit des Sportpsychologen beim Fußball-Bundesligisten gegeben. Darin wurde aufgezeigt, wie der Verein mithilfe modernster Technik die Konzentration und Fokussierung auf das Wesentliche trainiert, damit die Spieler von äußeren Einflüssen Abstand nehmen können, um gezielt ihre individuellen Fähigkeiten zu verbessern. Der Sportpsychologe erklärte aber auch wie individuell Leistungsdruck sein kann, dass jeder Sportler anders damit umgeht und er sowohl einen positiven Effekt auf die Leistung haben kann, aber ihn auch genauso ausbremsen kann, was dann wiederum zu Misserfolgen führt. 

Einer, der diese Aussage anhand von eigenen Erfahrungen bestätigen konnte, war Triathlon-Olympiasieger Jan Frodeno. Als er 2008 die Goldmedaille gewann, hat er sich im Vorfeld zwar selbst unter Druck gesetzt – für ihn zählte damals nur Platz eins – konnte diesen Druck aber in positive Energie ummünzen. Zwei Jahre später hatte er beim Finale der Triathlon-Weltmeisterschaftsserie in Budapest dann auch die Seite des Verlierens kennengelernt. Als Weltcup-Führender ins Rennen gegangen, wurde er im Finalrennen nur 41. und verspielte damit seinen Titel. „Das war damals wohl die Angst vorm Verlieren…Wenn der Kopf nicht mitspielt, dann hat der Körper keine Chance“, äußerte sich Jan Frodeno im ARD-Talk. Doch er erklärte ebenso, wie er es schaffte wieder zurück in die Erfolgsspur zu kommen und anschließend zweimal in Folge den Ironman auf Hawaii zu gewinnen. Heute lautet sein Motto in seiner Trainingsgruppe: „Unter Druck entstehen Diamanten“.

Die ganze Sendung gibt es in der ARD-Mediathek
 

Jan Frodeno und Prof. Dr. Jan Mayer beim Aufstiegskongress

Jan Frodeno wird beim Aufstiegskongress 2019, der am 25./26. Oktober in Mannheim stattfindet, den Abschlussvortrag des ersten Kongresstages halten. Auch hier wird er die Teilnehmer auf eine intensive Reise durch seine Karriere mitnehmen. Er erzählt, welche biografischen Ereignisse oder Entwicklungen ihn zu dem Menschen und Sportler gemacht haben, der er heute ist und, dass die Leidenschaft am Anfang jeden Erfolgs steht. 

Prof. Dr. Jan Mayer wird dieses Jahr beim wissenschaftlichen Vorkongress, im Vorfeld des Aufstiegskongresses 2019, referieren. Der Sportpsychologe, der auch als Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement arbeitet, wird in seinem Vortrag „Schnell im Kopf: Exekutive Funktionen diagnostizieren und trainieren“ aktuelle Studienergebnisse vorstellen.

Alles zum Aufstiegskongress, inklusive Bilder, Videoimpressionen, Interviews und Online-Anmeldung gibt es auf der Aufstiegskongress Website