Betriebliches Gesundheitsmanagement BGM

Veranstaltungsreihe „Praxiswissen BGM“ Online-Anmeldung

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BGM hat sich in den letzten Jahren von einem „Nice-to-have zum „Must-have“ entwickelt und deckt immer mehr Themen ab. Die Veranstaltungsreihe „Praxiswissen BGM“ vermittelt Ihnen Fachwissen und bietet die Möglichkeit, die praktische Umsetzung relevanter, oft ungelöster Themen diskutieren.

Abschluss
Veranstaltungsreihe „Praxiswissen BGM“
Dauer
1 Tag
Gebühr
58,31 € (inkl. Umsatzsteuer, netto 49,00 €)
Prüfung
Zulassung

keine

Art

keine

Qualifikationsstufe
keine; keine
Förderung
Es stehen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung.
Online-Anmeldung

Termine

Für die Qualifikationen der BSA-Akademie stehen jährlich viele hundert Termine an den Lehrgangszentren in Deutschland (bundesweit) und Österreich zur Auswahl. Hier erhalten Sie einen Überblick über die Termine des gewählten Lehrgangs.

Lehrgangsziel

Die Veranstaltungsreihe „Praxiswissen BGM“ gibt Tipps für die Umsetzung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements im Unternehmen - von psychischer Gefährdungsbeurteilung über Kennzahlensysteme und Datenschutz bis hin zu Umsetzungsvarianten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die praktische Umsetzung relevanter, oft ungelöster Themen zu diskutieren.

Beschreibung

Immer mehr Unternehmen führen ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ein oder bauen ihre Betriebliche Gesundheitsförderung zu einem Managementsystem aus. Häufige Gründe hierfür sind erhöhte Krankenstände oder die Sorge um den Erhalt der Arbeitsfähigkeit bis zur Rente, aber auch die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität in Zeiten des Fachkräftemangels sowie veränderte Wertevorstellungen in der Gesellschaft. BGM hat sich von einem „Nice-to-have“ zum „Must-have“ entwickelt und deckt immer mehr Themen ab. Während das Portfolio früher oft lediglich Gesundheitstage und Präventionsangebote beinhaltete, gehören heute auch gesunde Führung, bessere Möglichkeiten zur Work-Life-Balance, individualisierte Maßnahmen und der Einsatz digitaler Lösungen zu wichtigen Handlungsfeldern eines BGM. Mit der Veranstaltung Praxiswissen BGM möchten wir in Kurzvorträgen Fachwissen vermitteln und mit Ihnen die praktische Umsetzung relevanter, oft ungelöster Themen diskutieren.

Zielgruppe/Vorbildung

Die Veranstaltungsreihe „Praxiswissen BGM“ richtet sich an Unternehmen, ganz egal, ob KMUs oder größere Unternehmen, die fachlichen Input für die Umsetzung eines BGM im Unternehmen haben möchten.

Lehrgangsinhalte

Eine detaillierte Übersicht der Lehrgangsinhalte können Sie sich hier verschaffen. Bei tiefergehenden Fragen berät Sie das BSA-Service-Center (servicecenter@bsa-akademie.de oder +49 681 6855 143) gern persönlich und individuell.

  1. Vortrag: Arbeitswelt 4.0 und psychische Gesundheit: Fakten und Herausforderungen für die psychische Gefährdungsbeurteilung
    • Die als 4.0 bezeichnete Arbeitswelt kennzeichnet sich durch eine zunehmende Digitalisierung, Vernetzung und Flexibilisierung sowie den Einsatz von Maschinen, künstlicher Intelligenz und Algorithmen zur Beschleunigung von Arbeitsprozessen. Während sich für Unternehmen daraus neue Potenziale und Geschäftsmodelle ergeben, führen die schnellen Veränderungen und die große Informationsflut für manche Beschäftigte zu Ängsten. Hinzu kommt, dass durch die Arbeitswelt 4.0 neue bzw. veränderte Arbeitsformen entstehen, die auch eine Neubewertung von Belastungen bedeuten. Dabei stellt sich die Frage, wie diese durch eine Gefährdungsbeurteilung, insbesondere psychischer Belastungen, erfasst und bewertet werden können.
  2. Vortrag: Risikofaktor Führungskraft: Wie gesund sind sie und wie gesund führen sie?
    • Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung sind oftmals lediglich an die Beschäftigten adressiert, obwohl sie grundsätzlich ebenso den Führungskräften offenstehen. Auch bei der Betrachtung gesundheitlicher Risiken wird primär der Mitarbeiter „durchleuchtet“. Für das obere Management werden oft besondere Check-ups als Benefit angeboten, wohingegen Führungskräfte in Sandwichpositionen leer ausgehen. Hinzu kommt, dass genau dieser Gruppe oftmals unzureichende Führungskompetenz vorgeworfen wird. Daher stellt sich die Frage, wie BGM-Maßnahmen für Führungskräfte zur eigenen Gesunderhaltung und zum Kompetenzerwerb gesunder Führung gestaltet werden können.
  3. Vortrag: Beweis mir, dass BGM einen Nutzen hat: Von der Risikoanalyse im Betrieb zur ökonomischen Betrachtung und Bewertung eines BGM als System
    • Gesundheit stellt zweifellos einen Wert in der Gesellschaft dar. Mit zunehmenden Alter wünscht man sich gerne Gesundheit zum Geburtstag und Erkrankten sendet man Genesungswünsche. Geht es um Gesundheit im Betrieb, werden monetär bewertbare Risiken und der Nutzen Betrieblicher Gesundheitsförderung diskutiert Häufig kommen jedoch lediglich die Kennzahlen „Krankenstände“ und „Unfälle“ ins Spiel. Der Nutzen eines BGM muss jedoch auch auf andere Weise dargestellt werden. Hierbei gilt es, geeignete Kennzahlen zur Planung, Steuerung und Kontrolle des BGM zu finden, um den Wirkungsgrad eines BGM als Managementsystem abbilden zu können.
  4. Vortrag: Wem gehören die Daten in einem BGM? – Umgang mit der neuen DSGVO
    • Die Erfassung persönlicher Gesundheitsdaten im Rahmen eines BGM ist unvermeidbar. So ist beispielsweise die Registrierung der Arbeitsunfähigkeitstage für Unternehmen zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderung für ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) erforderlich. Bei Mitarbeiterbefragungen, Haltungsanalysen, Workshops und in den zahlreichen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung werden bewusst, zum Teil aber auch unbewusst, personenbezogene Daten erfasst und ausgewertet. Seit die ab Mai 2018 geltende EU-Datenschutzverordnung (EU-DSGVO) deutlich gemacht hat, dass es für Personen Rechte zur Auskunft über die Datenerhebung und -speicherung, aber auch das Recht auf „Vergessenwerden“, also die sichere Löschung von personenbezogenen Daten, gibt, stellt sich für das BGM mehr denn je die Frage nach einem rechtskonformen Umgang mit Gesundheitsdaten. Wie kann es gelingen, die DSGVO umzusetzen und gleichzeitig genügend Kennzahlen zur Planung, Steuerung und Überwachung des BGM zur Verfügung zu haben?